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Parastomale Hernie − Was tun?

Was ist eine parastomale Hernie?
Eine Stomahernie ist ein Bauchwandbruch im Stomabereich. Durch die künstlich geschaffene Öffnung, durch die der Darm für das Stoma nach außen geleitet wird, ist in der Bauchwand eine Schwachstelle entstanden. Schweres Heben oder viel Sport können diese Stelle überlasten. Dann kann sich eine sogenannte parastomale Hernie, also ein Bauchwandbruch neben den Stoma, entwickeln.

Eine Hernie ist eine recht häufige Komplikation nach einer Stoma-OP. Die meisten Hernien entstehen langsam, über einen Zeitraum von Monaten oder Jahren. Es kann jedoch auch vorkommen, dass sie bei besonderen Belastungen ganz plötzlich auftreten. Einen Bauchwandbruch erkennt man daran, dass sich die Bauchdecke neben dem Stoma vorwölbt. Diese Wölbung entsteht dadurch, dass sich Darmschlingen durch eine Muskellücke in der Bauchwand nach außen drücken.

Besteht eine Stomahernie, muss der Betroffene eine für ihn speziell angepasste Leibbinde tragen, die auch die Stomaöffnung berücksichtigt. Diese Leibbinde soll die Bauchwand stützen und verhindern, dass sich die Darmschlingen in die Muskellücke schieben. So wird verhindert, dass sich Darmschlingen im ungünstigsten Fall dort einklemmen und eine sofortige Operation nötig würde.

Muss der Stomaträger die Bandage ständig tragen, sollte er aus hygienischen Gründen zwei davon besitzen, um immer eine tragen und eine waschen zu können.

Grundsätzlich wird Stomaträgern empfohlen, nicht mehr als zehn Kilogramm zu heben und beim Sport darauf zu achten, dass die Bauchmuskeln nicht zu stark beansprucht werden. So lässt sich einer parastomalen Hernie am besten vorbeugen. Ist die körperliche Anstrengung nicht zu vermeiden, kann eine prophylaktisch getragene Bauchbandage die Bauchwand stützen und so einen Bauchwandbruch langfristig verhindern.
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