KÜNSTLICHER DARMAUSGANG

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Was ist ein künstlicher Darmausgang?

         
Der Fachbegriff für einen künstlichen Darmausgang lautet Enterostoma. Außerdem wird er auch als Anus praeter naturalis, kurz Anus praeter, bezeichnet. Das bedeutet so viel wie „außernatürlicher After“. Allerdings ist diese Bezeichnung heute nicht mehr so gebräuchlich. Obwohl es auch andere Stomaarten wie das Tracheostoma (Stoma der Luftröhre) oder das Urostoma (Stoma zur Harnableitung) gibt, werden die verschiedenen Arten des künstlichen Darmausganges häufig nur kurz unter dem Sammelbegriff Stoma zusammengefasst.

Welche Ursachen gibt es?

        
Ein Enterostoma wird angelegt, wenn Stuhl und Darmgase nicht mehr auf natürlichem Wege den Darm passieren können und deshalb über ein Stoma nach außen abgeleitet werden müssen oder wenn ein Darmabschnitt eine Zeit lang geschont werden muss. Dazu ist ein bauchchirurgischer Eingriff notwendig. Mögliche Gründe für die Anlage eines künstlichen Darmausganges sind:
  • ein bösartiger Tumor in 72% der Fälle
  • entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder eine Divertikulitis in 21% der Fälle
  • eine familiäre adenomatöse Polyposis (FAP), OP-Komplikationen, Unfälle etc. in 7% der Fälle

Welche Formen gibt es?

         
Beim Enterostoma unterscheidet man das Ileostoma und Colostoma. Das Ileostoma ist ein künstlicher Dünndarmausgang. Das Kolostoma bezeichnet einen künstlichen Ausgang des Dickdarmes, wobei das Kolostoma nochmals, abhängig davon, in welchem Bereich es angelegt wird, in
  • Transversostoma - Stoma im Bereich des Querkolons (Colon transversum)
  • Zökostoma - Stoma im Bereiche des Blinddarmes
  • Sigmoidostoma - Stoma im Bereiche des Sigma (s-förmiger Dickdarmabschnitt im linken Unterbauch)
unterteilt wird.

Sowohl das Dünndarm- als auch das Dickdarmstoma können dauerhaft oder nur für einen bestimmten Zeitraum angelegt werden. Als dauerhaftes Stoma wird meist ein endständiges Stoma verwendet. Soll der künstliche Darmausgang nach einer gewissen Zeit wieder zurückverlegt werden, entscheidet sich der Operateur in den meisten Fällen für ein doppelläufiges Stoma. Doch für eine Stomarückverlegung müssen bestimmte Voraussetzung erfüllt sein. Der Darmabschnitt, der beispielsweise aufgrund einer Entzündung geschont werden sollte, muss sich wieder vollständig erholt haben oder die Darmnaht einer vorangegangenen Darm-OP muss vollständig verheilt ist. Nur so kann der Darm nach der Stomarückverlegung wieder seine Funktion aufnehmen.
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