ANALKREBS

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Analkrebs – was ist das?

         
Das Analkarzinom ist ein bösartiger Tumor des Analkanals. Anatomisch stellt der Analkanal die Verbindung zwischen Mastdarm und Außenwelt dar. Er ist etwa vier Zentimeter lang. Analkrebs ist relativ selten und macht nur etwa zwei bis fünf Prozent der Darmkrebserkrankungen aus.

Welche Ursachen gibt es?

        
Zu den Risikofaktoren für Analkrebs gehören chronische Infektionen. In 80 bis 85 Prozent der Fälle steht er in Zusammenhang mit einer HPV-Infektion (Human Papillomavirus). Vor allem die sogenannten High-risk-Typen dieser Viren spielen eine Rolle bei der Entstehung von Gebärmutterhals-, Vulva- und Analkrebs. Frauen erkranken etwa doppelt so häufig wie Männer.
Neben der HPV-Infektion gelten ebenfalls Rauchen, ein geschwächtes Immunsystem und ungeschützter Analverkehr als Risikofaktoren für das Analkarzinom.

Wie sehen die Symptome aus?

        
Ein unerklärlicher Gewichtsverlust, Müdigkeit und Abgeschlagenheit sind mögliche Hinweise auf Analkrebs. Außerdem können Blutauflagerungen auf dem Stuhl, Juckreiz oder Fremdkörpergefühl im Analbereich, Schmerzen beim Stuhlgang, geschwollene Lymphknoten in der Leistenregion und Stuhlunregelmäßigkeiten auftreten.
Da diese Symptome nicht nur bei einem Analkarzinom vorkommen, sondern auch von Hämorrhoiden, Analfissuren oder chronischen Infektionen in diesem Bereich hervorgerufen werden können, sollten diese Beschwerden unbedingt von einem Spezialisten abgeklärt werden.

Wie erfolgt die Diagnose?

        
Zuerst macht sich der Arzt durch ein ausführliches Gespräch mit dem Betroffenen ein Bild von den Beschwerden. Danach folgt eine körperliche Untersuchung, bei der er den Enddarm und den After austastet (digital-rektale Untersuchung). Besteht weiterhin der Verdacht auf eine Krebserkrankung, wird der Arzt eine Rektoskopie (Spiegelung des Enddarmes einschließlich des Analkanals) durchführen. Während der Rektoskopie können auch Gewebeproben entnommen werden, deren Zellen ein Pathologe unter dem Mikroskop beurteilt.
Werden Krebszellen nachgewiesen, folgen weitere Untersuchungen, um die genaue Ausdehnung des Tumors zu bestimmen und um herauszufinden, ob sich bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet haben. Dazu gehören eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes, eine Computertomografie und die Röntgenuntersuchung der Lunge. Außerdem kann eine spezielle Ultraschalluntersuchung (Endosonografie) durchgeführt werden, bei der der Ultraschallkopf in den Enddarm eingeführt wird. So kann der Arzt beurteilen, in wie weit der Tumor eventuell in umliegende Gewebe hineingewachsen ist.

Welche Therapien gibt es?

        
Das Analkarzinom wird abhängig von der Lage und der Größe des Tumors unterschiedlich behandelt. So werden Analrandkarzinome im Frühstadium operativ entfernt, was in vielen Fällen bereits die Heilung der Krebserkrankung darstellt. Unter diesen Umständen kann auch der Schließmuskel erhalten werden. So sind nach dem Eingriff keine Einschränkungen beim Stuhlgang zu erwarten.
Hat das Analrandkarzinom das Frühstadium überschritten oder findet man den Tumor im Analkanal, erfolgt eine Radiochemotherapie. Die Betroffenen erhalten eine Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie. Bildet sich der Tumor durch diese Therapie vollständig zurück, bleibt auch bei dieser Therapievariante der Schließmuskel unbeschadet.
Sind nach der Radiochemotherapie allerdings noch Tumorreste nachweisbar, müssen diese einschließlich des letzten Darmabschnittes und des Schließmuskels entfernt werden. Die Betroffenen erhalten einen künstlichen Darmausgang.
Da Analkrebs eine seltene Krebserkrankung darstellt, sollte sie von Anfang an von Ärzten betreut werden, die damit viel Erfahrung haben.

Wie gestaltet sich die Nachsorge?

         
Obwohl die Prognose des Analkarzinoms recht günstig ist, sollten die Betroffenen sich regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen unterziehen. Sie dienen dazu, ein erneutes Aufflammen der Krebserkrankung rechtzeitig zu entdecken und zu behandeln. Zu den Nachsorgeuntersuchungen, die in gewissen Zeitabständen stattfinden, gehören neben dem Arztgespräch die Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes, eine Röntgenuntersuchung der Lunge, eine Computertomografie des Bauchraumes und die Spiegelung des Enddarmes.
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